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Barfen im Alltag – gesunde Ernährung für den Hund

Das Wort „BARF“ hat fast jeder Hundehalter schon einmal gehört. Hierbei geht es darum, den Vierbeiner so natürlich wie möglich zu ernähren. Dabei orientiert sich die Fütterung am Beutetierprinzip. Ein mittelgroßer Hund würde in der Natur pro Woche vielleicht ein oder 2 Kaninchen fressen, je nachdem wie viel Futter er jagt. Beim barfen wird ausgerechnet, welche Anteile in welcher Menge gefüttert werden.
Dabei besteht die Grundlage aus Muskelfleisch. Hinzu kommen Innereien wie Leber, Niere und Milz. Hin und wieder Herz (gehört zum Muskelfleisch) ist durch den natürlichen Gehalt an Taurin gesund. Lunge muss nicht unbedingt gefüttert werden. Sie hat eine weiche, eher wabbelige Konsistenz und wenig Nährwert. Bei der Fütterung von Hunden mit Übergewicht kann sie helfen, das Gewicht zu reduzieren und dennoch etwas im Magen zu haben.
Zum Fleisch werden Gemüse und Obst püriert dazu gegeben mit etwa 20-30 % Anteil an der Gesamtfuttermenge.
Einmal pro Woche sollte fleischfrei gefüttert werden. Warum? Damit sich der Organismus von der Verdauung erholen kann. Hier eignen sich Pansen, Blättermagen, Hüttenkäse, Joghurt oder auch Dinge wie Pfannkuchen und gedünstetes Gemüse.

Braucht es Zusätze zum Futter?

Ein gesunder Hund benötigt zusätzlich zum Futter Seealgen. Diese sorgen dafür, dass der Stoffwechsel ausreichend Iod aufnimmt und die Schilddrüse vernünftig arbeiten kann. Ausreichend Knochen oder Knochenmehl sind wichtig wegen ihrer Mineralstoffe. Sollte ein Hund beides nicht vertragen, kann mit Calciumcitrat oder Calciumcarbonat supplementiert werden. Achtung: vor dem Knochen füttern immer Muskelfleisch, am besten mit Blut oder Milz füttern. Dadurch wird die Produktion der Magensäure angeregt und die Knochen können besser verwertet werden.

Wie Fleisch und Co. lagern?

Am besten ist es, sich für den Hunde einen Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe zuzulegen. Diese sollte mindestens minus 18 Grad Celsius an Temperatur haben.
Es lohnt sich, einen Vorrat zu kaufen und diesen nach und nach zu verfüttern.

Woher Fleisch und Co. beziehen?

Regionale Möglichkeiten wie beim Bauern und Schlachter zu kaufen, ist perfekt. Die wenigsten Menschen haben jedoch diese Möglichkeiten und bestellen ihr Futter daher im Internet. Bei den meisten Versendern sind pro Paket bis zu 26 kg Frostwaren möglich. Diese werden in den meisten Fällen mit Trockeneis gepackt und können gut 3-4 Tage in dem Paket bestehen, ohne aufzutauen.
Die beliebtesten Versender sind im Internet derzeit folgende: Das Tierhotel, Barfers Wellfood, Haustierkost, Frostfutter Perleberg und Barf Elbe Elster. Natürlich gibt es auch weitere Anbieter. Im Internet lassen sich diese problemlos finden.

Wie liefern lassen?

Am einfachsten ist es, sich einmal im Monat oder in einem anderen Intervall beliefern zu lassen und zu Hause zu sein. Falls das nicht möglich ist, kann die Ware auch an den Arbeitsort geliefert werden. Alternativ gibt es die Option der Abstellgenehmigung oder der Zustellung beim Nachbarn. Per Terminversand kann sogar gesteuert werden, an welchem Tag das Paket ankommen soll.

Ist barfen teurer als Fertigfutter?

Nein. Ein hochwertiges Fertigfutter ist nicht teurer als frisches Fleisch und Co. zu kaufen. Ein Golden Retriever um die 32 kg lässt sich bereits mit etwa 70 Euro im Monat barfen. Mehr finanzielle Aufwendungen sind natürlich immer möglich.

Ernährung bei Hunden – Barfen mit Pansen oder Dosenfutter?

Das Wort BARF hört man in letzter Zeit immer öfter. Doch was ist das überhaupt?
Ausgeschrieben bedeuten die Buchstaben „Bones And Raw Food“, zu Deutsch: Knochen und rohes Futter. Wir befinden uns also bei der Ernährung von Hunden. 

Man hat sich hier den Wolf, von dem unsere Haushunde ja abstammen, als Vorbild genommen und sich gesagt, dass es viel artgerechter sei, wenn der Hund – wie der Wolf in der freien Wildbahn auch – nun nur noch rohes Fleisch, Knochen und Gemüse zum Essen bekommt. Kritiker beklagen jedoch, dass dabei übersehen wird, dass der Wolf beispielsweise durchaus auch Kohlenhydrate, die sich nämlich in den Mägen seiner jeweiligen Beute befinden, zu sich nimmt. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Zusammenstellung der einzelnen Bestandteile liegt allein bei den Hundehaltern, womit diese nicht selten schlichtweg überfordert sind. Tatsächlich werden bei gebarften Hunden auch immer häufiger Mangelerscheinungen festgestellt. Bereits Welpen und Junghunde zu barfen ist daher nicht empfehlenswert.

Wie kann ich also meinen Hund gesund, lecker und artgerecht ernähren? Dass unsere vierbeinigen Lieblinge Fleischfresser sind, steht außer Frage. Jedoch benötigen auch sie eine abwechslungsreiche Kost unter Hinzuziehung von Obst, Gemüse und Kohlenhydraten, um fit und gesund zu bleiben. Es ist heutzutage auch nicht mehr erforderlich, sich hierzu selbst an den Herd zu stellen. Es gibt auf dem Markt bereits einige gute Dosenfuttermarken, die quasi wie selbst gekocht sind – beispielsweise die Nassfuttermenüs von Terra Canis.

Letztendlich muss natürlich jeder Hundehalter für sich selbst entscheiden, wie er seinen Hund bzw. seine Hunde ernähren möchte. Hierzu ist es jedoch unbedingt erforderlich und wichtig, sich vorher umfassend über die jeweiligen Möglichkeiten zu informieren. Ansonsten setzt man sich und seinem vierbeinigen Freund der unnötigen Gefahr aus, Mangelerscheinungen beim Hund hervorzurufen oder ihn gar umzubringen, weil man zum Beispiel nicht wusste, dass Knochen ausschließlich in ungekochtem Zustand gereicht werden dürfen, da sie sonst splittern und einen tödlichen Darmverschluss verursachen können. Auch nicht jede Fleischart darf roh verfüttert werden etc. etc. 

Hier gibt´s noch ein schönes Video zum Thema Barfen