24. Oktober 2021

Mit diesen 6 Tipps fühlt sich ihr Hund nicht mehr im Stich gelassen

Wenn der Hund allein zu Hause ist…

Lautes Gejaule, angebissene Schuhe oder angekratzte Türen. Hunde lassen ihre Besitzer sehr deutlich spüren, was sie davon halten, alleine gelassen zu werden. Den meisten Haltern bricht es auch das Herz, ihre Vierbeiner über einen längeren Zeitraum in der Wohnung einzusperren. Die Miete für Mensch UND Hund bezahlt sich jedoch nicht von selbst und deshalb sind die Besitzer gezwungen, ihre Lieblinge mehrmals in der Woche für einige Stunden alleine in den eigenen vier Wänden zurückzulassen. Die folgenden Hinweise sollen Tieren und Menschen die kurzzeitige Trennung erleichtern und die Wiedersehensfreude zu erhöhen.

1. Von klein auf an temporäre Isolation gewöhnen

Bei der Anschaffung eines Welpen ist die Begeisterung meistens groß. Das kleine Wesen erhält aus diesem Grund jede verfügbare Aufmerksamkeit und wird pausenlos mit Liebkosungen überhäuft. Die angebotene Zuneigung soll hier auch auf keinen Fall kritisiert werden. Allerdings muss die Dosis kleiner ausfallen, wenn der Hund im Laufe der Zeit mit dem Alleinsein zurecht kommen soll.

Die Welpen können noch relativ einfach an die begrenzte Einsamkeit herangeführt werden. Schwierig wird es nur, wenn sie von einem Tag auf den anderen der Isolation ausgesetzt sind, da sie dieser Umstand völlig befremdet. Sollten sich die Halter also immer mal wieder von ihren kleinen Mitbewohner zurückziehen, lernen die Hunde, dass dies zum Alltag dazugehört.

Darüber hinaus stellen sie fest, dass Frauchen und Herrchen sie nicht für immer verlassen haben und können diesen kurzzeitigen Verlust leichter verkraften. Die Phasen des Alleinseins sollten dabei zu Beginn auf wenige Minuten beschränkt bleiben und mit der Zeit gesteigert werden. Die Welpen können sich so Schritt für Schritt an die neue Situation gewöhnen und fühlen sich nicht gleich überfordert.

2. Müde lässt sich die Einsamkeit besser ertragen

Die Hunde sollten vor dem Alleinsein noch einmal einen schönen großen Auslauf bekommen. Sie können dabei Zeit mit Herrchen oder Frauchen verbringen und das ein oder andere Geschäft erledigen.

Darüber hinaus werden die Tiere bei diesen langen Spaziergängen ausreichend erschöpft, um nach der Rückkehr ein Nickerchen zu halten. Meistens fressen und trinken sie bei Ankunft noch einmal kurz etwas und legen sich im Anschluss erst einmal hin, um zur Ruhe zu kommen. Dieser Zeitpunkt ist ideal, um die Hunde alleine zu lassen, da sie nun ausgepowert sind. Sie haben überhaupt keine Lust ihre Halter noch einmal nach draußen zu begleiten und werden deshalb auch nicht aufheulen, wenn sich die Tür vor ihnen schließt. Durch das Nickerchen kommt ihnen die Trennung auch kürzer vor.

3. Ein Rückzugsort ist essentiell

Die Tiere ruhen sich – wie bereits erwähnt – nach Spaziergängen gerne aus. Dafür benötigen sie ihre eigene Komfortzone. Also einen Platz, der nur ihnen gehört und den die Menschen nicht betreten. Dabei kann es sich um ein Körbchen oder eine kleine Stoffhütte handeln.

Wenn die Hunde dann sich selbst überlassen werden, ziehen sie sich häufig an diesen Platz zurück. Die Weite der Wohnung beängstigt sie nicht mehr so sehr, wenn sie ihren eigenen kleinen Bereich haben, den sie immer wieder aufsuchen können, nachdem sie den Rest des Heimes erkundigt haben.

Dieser Rückzugsort ist auch sehr wichtig für die Tiere, um den Trubel seiner Familie hin und wieder zu entgehen. Deshalb sollte er bereits kurz nach der Anschaffung des Tieres eingerichtet werden.

4. Kein großes Theater veranstalten

Die meisten Menschen schimpfen ihre Tiere aus, wenn sie beim Aufbruch der Halter anfangen zu bellen und zu heulen. Dabei sind die Besitzer häufig die Verursacher dieser Szenen, da sie der Verabschiedung zu Beginn zu viel Beachtung geschenkt haben. Sie haben ihre Tiere lange in den Armen gehalten und ihnen mit trauriger Stimme erzählt, dass sie nun leider gehen müssten, obwohl sie gerne noch länger bei dem Tier ausgeharrt hätten.

Diese Traurigkeit überträgt sich auf den Hund, der dann bei der Verabschiedung immer bedrückt wird und dieser Stimmung Ausdruck verleiht. Frauchen und Herrchen sollten beim Verlassen der Wohnung deshalb einfach so tun, als ob sie in einigen Minuten wieder zurück kämen.

5. Den Fernseher oder das Radio anlassen

Es kling merkwürdig, doch viele Hundehalter schwören auf diesen Trick: sie lassen den Fernseher oder das Radio an, wenn sie das Haus verlassen und treffen bei ihrer Rückkehr auf ein entspanntes Tier. Vor allem sehr nervöse Hunde, die vor lauter Aufregung Sofas oder Betten zerbeißen, verzichten auf diese Aktivitäten und legen sich stattdessen völlig gelöst auf den Boden.

Die Geräusche des Fernsehers werden von Tieren auch mit der gemeinsamen Zeit auf der Couch verbunden, sodass sie sich weniger auf ihre Isolation konzentrieren. Darüber hinaus übertönen die Stimmen aus Funk und Fernsehen den Lärm, der von draußen in die Wohnung dringt. Vor allem zum Jahresende können so lästige Böllerexplosionen besser ignoriert werden.

6. Spielzeug kann die Liebsten (teilweise) ersetzen

Hunde lieben es zu spielen. Mit den jungen Welpen verbringen die Halter auch noch sehr viel Zeit und fördern mit verschiedenen Aktivitäten diesen Spieltrieb. Im Laufe der Zeit gehören die Tiere dann jedoch zum Alltag und werden leider häufig vernachlässigt.

Es ist allerdings sehr wichtig diese Verspieltheit weiter auszuleben. Es unterstützt nicht nur die Bindung zwischen Mensch und Tier, sondern erleichtert auch die Trennung. Wenn die Vierbeiner nämlich an Spielzeuge gewöhnt werden, können sie sich mit ihnen mehrere Stunden vertreiben, ohne zu bemerken, dass sie alleine in einem Raum oder einer Wohnung waren. Sie verlieren beim Spielen ihr Umfeld völlig aus den Augen und sind dann häufig überrascht, wenn die Haustür geöffnet wird.

Beim nächsten Abschied also einfach das Lieblingsspielzeug in das Körbchen legen und beobachten, wie der kleine Mitbewohner alles um sich herum vergisst.

Fazit: Eine kurzzeitige Trennung ist kein Weltuntergang

Hunde sind soziale Wesen und genießen deshalb die Interaktion mit ihren Haltern. Wenn sie jedoch frühzeitig an das Alleinsein gewöhnt werden, verkraften sie temporäre Einsamkeit.

Ausschlaggebend ist hier das Verhalten der Menschen, da die Tiere von ihnen lernen und ihr eigenes Betragen daran anpassen. Wenn die Besitzer also immer weinen, wenn sie zur Arbeit gehen, dann dürfen sie es ihren Tieren nicht verübeln, wenn sie ihnen nacheifern. Sie sollten ihre Tiere deshalb ganz unaufgeregt verlassen. Bei der Rückkehr können sie die zurückgehaltenen Gefühle ja wieder rauslassen.

Wenn die Tiere bereits falsch erzogen wurden, können sie durch Spielzeug oder Radiogeräusche beruhigt werden. Dies schont die Nerven von Tier und Mensch.

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