Portugiesische Wasserhunde

Die Fischer im Hundereich

Es wird gesagt diese Rasse sei um die Jahre 700 vor Christus, auf die iberische Halbinsel gebracht worden. Die sogenannten Goten, welche damals als Händler tätig waren, sollen ihn mitgebracht haben. Da sich der typische Hund der Ostgoten im Verlaufe der Zeit zum heute bekannten Pudel entwickelte und dessen Ähnlichkeit zum Porto verblüffend ist, wird dies in der Geschichte der Hunderassen und deren Herkunft nicht debattiert.
Diese Rasse wurde danach mit dem einheimischen Hirtenhund gekreuzt und ist uns später als Portugiesischer Wasserhund vorgeführt worden. Sein Name beschreibt nicht nur seine Herkunft, sondern auch seine höchst interessante Tätigkeit! Der Porto wurde nämlich als Unterstützung zum Fischen eingesetzt. Damals haben sie entkommene Fische apportiert oder später in der Geschichte sogar Nachrichten zwischen Flotten überbracht!
Noch bis heute werden Hunde dieser Rasse noch im Wasser ausgebildet, wobei das jetzt nicht mehr eine Berufung, sondern eher einen Sport für den Porto darstellt. Was diese Ausbildung und somit der natürlich angeborene Instinkt dieser Rasse von anderen Hunden unterscheidet, ist zum Beispiel die Tatsache, dass er von einem Boot ins Wasser springt, und danach bei einem anderen Boot an Bord geht. Normalerweise macht das ein Hund nicht – er würde natürlicherweise zurück zu seinem Ausgangspunkt kehren. Der Portugiesische Wasserhund wurde also als Hilfe bei der Fischerei und allgemein für Aufträge im Meer erfolgreich eingesetzt.

Ein sportlicher Begleiter

Mit der Zeit hat sich diese Verbindung zum Wasser jedoch ‚ausgezüchtet‘ und ist eher nicht mehr so typisch. Wenn man einen Hundehalter fragen würde, gäbe dieser eher an, der Hund sei zwar sehr aktiv und sportlich, jedoch nicht immer eine extreme Wasserratte. Auf jeden Fall sind sich bei einem Punkt alle einig – er ist eine Sportskanone!
Diese extrem bewegungsfreudige Rasse braucht sehr viel Action! Nicht bloß das gewöhnte Gassi gehen. Dieser Hund braucht Beschäftigung und Kopfarbeit. Diverse Hundesportarten wie beispielsweise Agility sind fast ein Muss für den Porto. Er geht gerne wandern und hat sehr viel Kraft und Ausdauer. Er liebt es, wenn die Halter sich ganz oft mit ihm beschäftigen und ihm Neues beibringen. So lernfreudig wie dieser ehemalige Fischereigehilfe ist nicht jeder.
Aber Vorsicht, wer den kleinen Wirbelsturm aufwühlt, muss ihn auch wieder zu beruhigen wissen, da er offenbar zum Überdrehen neigt. Im Großen und Ganzen ist zu sagen, das der Porto ein Hobby sein soll und seinem Halter viel Freude bereitet, wenn er klare Grenzen setzt und Regeln schon im Welpenalter aufstellt, die es zu befolgen gibt. Sie wollen keineswegs, dass es diesem Welpen langweilig wird, sonst werden Sie am Ende noch an der Nase herumgeführt!

Und nun: das erhabene Erscheinungsbild

Oft wird der Porto als hochmütig und stolz beschrieben. Dies mag wohl an seiner aufmerksamen und aufrechten Haltung liegen. Außerdem ist der typische Haarschnitt auch sehr speziell. Das krause oder gewellte lange Haar wird vorne nicht getrimmt (außer dem Gesicht) und auf der hinteren Hälfte des Hundes inklusive Schwanz kahlgeschoren! Klingt komisch, ist aber so. Diese Frisur wird die Löwenschur genannt. Bei der Retrieverschur wird das gesamte Fell auf eine Länge von 2,5 cm geschoren.
Auch bei Schönheitswettbewerben wird sehr viel Sorgfalt in die Haarpracht des Portugiesischen Wasserhundes gelegt.
Rüden sind idealerweise 50-55 cm hoch und die Weibchen 45-50 cm. Sie sollten zwischen 15 und 25 kg wiegen und kommen in den Farben schwarz, weiß und verschiedenen Brauntönen vor. Die Fellpflege nimmt viel Zeit in Anspruch, damit sich die Haare nicht verfilzen. Was hier noch zu erwähnen ist, wäre das die meisten Allergiker nicht auf diese Hunderasse reagieren und sie eher selten bei richtiger Pflege Haare verlieren.

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